Der argentinische Merval-Index fiel unter 760.000 und ging damit vom Rekordhoch von 825.000 vom 17. Oktober zurück, da die Risikoaversion aufgrund des Nahostkonflikts zunahm.
In Argentinien versuchten die Anleger, die Verluste zu mildern, die durch die rasante Inflation und den Rückgang des Peso auf inoffiziellen Märkten verursacht wurden.
Die jährliche Inflationsrate Argentiniens lag seit Februar bei über 100 % und markierte damit den höchsten Stand seit 1991.
Am 14. August wertete die Zentralbank die Währung um fast 18 % auf ein Allzeittief von 350 pro USD ab und erhöhte ihren Leitzins deutlich auf ein über drei Jahrzehnte hohes Niveau von 133 %.
Dies folgte auf den überraschenden Sieg des peronistischen Kandidaten Sergio Massa im ersten Wahlzyklus, der als marktfreundlicherer Kandidat gilt.
Auch der argentinische „Dollar Blue“, der Schwarzmarkt-Wechselkurs des Peso gegenüber dem US-Dollar, wertete weiter ab und überschritt die Marke von 1.000 pro USD. Mit Spannung erwarteten die Anleger die Stichwahl im November, die zu einer Polarisierung des Landes führte.

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